Professoren: Ein antiquiertes Konzept

Die Zeit der alten schlauen Männer mit sperrigem Habitus geht zu Ende. Wir wollen überlegen, wie eine TU Berlin ohne Profs aussieht!

Ein krasses Team

Auf unserer breiten Liste finden sich Studierende aller Fakultäten vom 1. bis zum 83. Semester.

Die TU Berlin nach vorne bringen!

Die Abschaffung der Profs bedeutet in unseren Augen die konsequente Weiterführung der erfolgreichen Erfolgsstrategie der TU Berlin der letzten Jahre.

Zielgerichtet abgedriftet

„Professoren abschaffen“, das klingt abgedriftet. Denn was wäre eine Uni ohne Profs? Zunächst: Vermutlich wäre sie gar nicht so anders. Denn schon heute kommt die TU Berlin mit relativ wenigen aus. Lehre und Forschung wird in vielen Fächern größtenteils von den wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen und studentischen Hilfskräften getragen. Den Rahmen bestimmen die sonstigen Mitarbeiter*innen. Stimmt schon: Die Wortwahl dieses Systems suggeriert, die Professor*innen stünden im Zentrum. Aber hauptsächlich existieren sie aus sentimentalen Gründen.

Profs stehen für die Illusion, irgendwer verstünde diese Welt. Sie markieren die vage Verheißung, dass manche wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen den Stromschnellen der permanenten Befristungen entkommen können, ohne die Uni zu verlassen. Profs werden produziert, auf dass sich der mystische Rohstoff der akademischen Welt, die Reputation, irgendwo kondensiere.

Wir sagen: Hand aufs Herz, Finger in die Wunde! Angebliches Weltverständnis vergiftet die Gedanken mehr als aufrichtige Ahnungslosigkeit. Die Antwort auf prekäre akademische Arbeitsverhätlnisse ist nicht die Verbeamtung der wenigen, sondern die Daueranstellung für viele. Und ob der Reputationszirkus von Ehrenautorenschaft, h-index-Rechenspielchen und Zitierkartellen der Wissenschaft dient, darf durchaus bezweifelt werden.

Früher oder später wird sich die TU Berlin von Profs verabschieden müssen. Wenn es nach uns geht: noch früher.

Wir haben radikale Visionen für die TU Berlin. Lest auch:

Seriöses Team

Anna

Anna

Anna ist profilierte Realpolitikerin der Partei Die PARTEI. Sie ist noch vielseitiger als Ursula von der Leyen. Somit passt selbstverständlich auch die Aufgabe zu ihr, vom Akademischen Senat aus Professor*innen abzuschaffen. Ihre Vision ist die konsequente Weiterentwicklung der TU-Kernprozesse, die Investitionen in Zukunftsfelder fördert und praxisbezogenes Lernen mit Kernkompetenzen auch fraktionsübergreifend möglich werden lässt. (Oder geht es ihr etwa nur um die Karriere?)

Anna kandidiert auf Listenplatz 1.

Ben

Ben

Ben (Langzeitstudis) studiert seit etwas längerer Zeit Informatik an der TU Berlin. Sein Ziel ist es, so schnell wie möglich alles Personal in der Verwaltung durch Software zu ersetzen. Die Einführung des Enterprise Resource Managements an der TU kann nur ein erster Schritt gewesen sein. Professor*innen zählen für Ben ganz klar zum Verwaltungspersonal und sind deshalb durch Informationstechnologie zu ersetzen.

Ben kandidiert an 2. Stelle der Liste. Ihr könnt ihn ruhig wählen, ohne dass viel kaputt geht: Denn als Mitglied des TU-Kuratoriums könnte er aktuell eh kein Mandat im Akademischen Senat wahrnehmen.

Rico

Rico

Rico (Hoolgians gegen Erstsemester, #HoGeEr) studiert im ersten Semester Informatik an der TU Berlin. An Profs kritisiert er, dass sie den Erstsemestern nicht deutlich genug machen, wie unnütz und minderwertig sie als Uni-Mitglieder sind. Viele Profs sind vom Inhalt ihrer Vorlesungs-Folien, die ihre WiMis zusammengeklickt haben, derart überrascht und überfordert, dass Erstis noch überheblicher werden. Das muss sich ändern. Sport frei!

Rico besetzt Listenplatz 3, weil wir ihm gesagt haben, die Liste sei mit Buchstaben durchnummeriert und das sei dadurch der Listenplatz der Kategorie C.

Max

Max

Max ist unser Finanzexperte. Auch privat kennt er sich mit dem Arbeiten bei knappen Kassen aus. Als ehemaliges Mitglied des Haushaltsausschusses der TU Berlin ist er sicher: „Ohne Professor*innen-Gehälter stünde die TU Berlin finanziell deutlich besser da.“

Da wir es aber nicht so wichtig finden, dass jemand mit Ahnung von Finanzen in den Akademischen Senat kommt, steht er auf Platz 13 unserer Liste.

Breites Bündnis

Die PARTEI-Hochschulgruppe

Die PARTEI-Hochschulgruppe

Die Hochschulgruppe der Partei Die PARTEI ist eigentlich nur wegen der Karriere dabei. Sie verfügt über ein filziges Netzwerk bis hinein ins Europaparlament.

Linke Liste

Linke Liste

Die Linke Liste TU Berlin engagiert sich für eine solidarische Gesellschaft, gegen Kapitalismus, Rassismus, Antisemitismus, Sexismus und den ganzen anderen Scheiß – zum Beispiel Profs!

Hooligans gegen Erstsemester

Hooligans gegen Erstsemester

#HoGeEr wollen etwas gegen die Ersti-Plage an den Hochschulen tun. Nebenher unterstützen sie auch die Abschaffung von Profs. Friedlich und laut!

Langzeitstudis gg. Studiengebühren

Langzeitstudis gg. Studiengebühren

Die Langzeitstudis gg. Studiengebühren bringen über hundert Semester Tradition und Erfahrung ins Bündnis.

Wählt uns!

Am 27., 28. und 29. Januar 2015 könnt ihr in den Wahllokalen jeweils zwischen 10:00 und 15:00 Uhr für uns stimmen, leider jeder nur einmal.

Ladet eure Freund*innen zum Facebook-Event ein oder schleift sie direkt zur Wahlurne! Beteiligt euch an der Twitter-Diskussion zum Ende der Profs!

Schreibt uns eure Anregungen an info@profs-abschaffen.de!

Profs abschaffen!

 

Und nach der Wahl?

Wenn alle 30’000 wahlberechtigten TU-Studis uns wählen, erhalten wir dadurch die vier Studi-Sitze im Akademischen Senat. Die Abschaffung der Professor*innen rückt dann in greifbare Nähe …ein minimales Hindernis könnte nur noch in der leichten Überzahl von 13 Profs im Akademischen Senat und ihren Standesinteressen bestehen… Aber da fällt uns bestimmt was ein!